Oberschwäbische Klassik mit dem Oratorienchor Liederkranz Ravensburg,

der Kammerphilharmonie Bodensee-Oberschwaben und Solisten

Oberschwäbische Klassik mit dem Oratorienchor Liederkranz Ravensburg und Solisten
sowie der Kammerphilharmonie Bodensee-Oberschwaben in stiltypischer Besetzung

 

In Oberschwabens Städten und vor allem Klöstern blühte im 18. Jahrhundert ein hochwertiges kulturelles Leben. Studierte Musiker komponierten, inspiriert von den süddeutschen, italienischen und französischen Barockmeistern, vor allem aber der Wiener Klassik – Michael Haydn war hier ein wichtiges Bindeglied – Messen, Psalmkantaten, Magnificats usw., wie sie die Menschen zur Andacht stimmten und zum Lob des Schöpfers. Klage und Traurigkeit mündeten in Trost und Geborgenheit, der Ausdruck der Freude am Dasein umfasste den Mitmenschen genauso wie Gott und die Natur. Die im christlichen Glauben begründete Lebensbejahung und das Vertrauen in Gott und in den Sieg der Tugenden brachte eine Musik hervor voller Leichtigkeit, Frohsinn und Glanz, Grazie und Humor.

Mit der Säkularisation und der Enteignung der Klöster ab 1800 gerieten all diese zum Teil genialen Schöpfungen in Vergessenheit. Erst seit den 1950er-Jahren werden sie förmlich wieder ausgegraben und in fernen Archiven oder nahen Kirchen-Dachspeichern entdeckt. Die oberschwäbische Barockmusik – oder stiltreffender besser gesagt „oberschwäbische Klassik“ – erfährt seitdem eine ungeahnte und permanent zunehmende Renaissance. Chöre in Oberschwaben entdecken sie, aber auch Verlage, Musikhochschulen und Rundfunkanstalten publizieren sie vermehrt.

Zwei der ganz großen Namen stehen im Mittelpunkt des Jahreskonzertes des Oratorienchor Liederkranz Ravensburg am 11. Mai um 18 Uhr im Münster in Obermarchtal, nämlich Justinus Heinrich Knecht, Stadtmusikdirektor in Biberach und Nikolaus Betscher, der letzte Abt in Rot an der Rot. Von Knecht werden zwei seiner anrührenden und schon in die Romantik weisenden Psalmkantaten aufgeführt, von Betscher sein prächtiges Magnificat und Te Deum.

Ganz aktuell ausgegraben und erst im Frühjahr 2019 spartiert, sprich aus den (gut lesbaren) Handschriften in heute praktikables Notenmaterial übertragen – ist das Te Deum von Franz Josef Fehr. Wir erleben also eine Wiedererstaufführung nach über 200 Jahren. Geboren in Konstanz wirkte Fehr als Musiker und Komponist in seiner zweiten Lebenshälfte in Ravensburg.

Das Programm erfährt eine stilistische Gegenüberstellung mit einem neuen Werk: der „Benediktusmesse“ von Gregor Simon. Die mit einer Viertelstunde recht kurze Messe entstand 2017 als Auftragskomposition des Leiters der Landesakademie Ochsenhausen, Dr. Klaus Weigele. Sie sollte für einen Kirchenchor geschaffen und „einfach, aber nicht zu einfach“ sein. Die Messe vereinigt Stilelemente unterschiedlichster Epochen von Barock über Klassik und französischem Impressionismus bis hin zur neuzeitlichen Minimal Music.

Die Kammerphilharmonie Bodensee Oberschwaben, ein in Süddeutschland erstklassiger, professioneller Klangkörper, spielt in einer Besetzung, wie sie typisch ist für die oberschwäbische Klassik: Streicher, Oboen, Hörner, Trompeten und Pauken. Als Solisten sind Studenten der Musikhochschule Stuttgart sowie die in Oberschwaben bekannte Sopranistin Leila Trenkmann (Ravensburg) engagiert.

Der 80köpfige Oratorienchor Liederkranz Ravensburg studiert ab Januar unter der Leitung von Gregor Simon das anspruchsvolle Konzertprogramm ein. Freuen Sie sich auf ein Konzert mit der prächtigen und glanzvollen Musik der oberschwäbischen Klassik.

Tickets:
Kat. 1: VVK: 28,- EUR
Kat. 2: VVK: 23,- EUR
Kat. 3: VVK: 18,- EUR
Kat. 4: VVK: 8,- EUR



Vorverkaufsstelle:
Klosterladen Obermarchtal
Klosteranlage 7
89611 Obermarchtal

Tel. 07375 9225092

 

Alban Beikircher und Andrea Mottlovà

Duo-Abend Violine und Klavier

Werke von Tartini, Paganini, Kreisler u.a.

 

Alban Beikircher spielt, begleitet von der Prager Pianistin Andrea Mottlovà, berühmte Violinmusik aus den Anfängen des italienischen Virtuosentums bis ins 21. Jahrhundert, darunter Tartinis sagenumwobene Teufelstrillersonate. Der Bad Saulgauer Geiger und Musikpädagoge gibt damit einen abwechslungsreichen Abriss über das Repertoire und den enormen Facettenreichtum der Geige.

Alban Beikircher steht auf vielen nationalen und internationalen Konzertpodien. Im Frühjahr 2018 spielte er erstmals als Solist mit den Schlesischen Kammersolisten Kattowiz sowie mit der Kammersinfonie Stuttgart. Und als Pädagoge an der Musikschule Bad Saulgau engagiert er sich erfolgreich in der Jugendarbeit. Seine Schüler erreichen regelmäßig Preise bei „Jugend musiziert“; viele bereitet er seit Jahren auf ihr Studium an Musikhochschulen im In- und Ausland vor. Derzeit studieren ehemalige Schüler von ihm in Freiburg, Zürich, Stuttgart, Trossingen, London und North Carolina. Zusammen mit der von ihm gegründeten Jungen Philharmonie Oberschwaben erhielt er 2016 den Kulturpreis des Landkreises Sigmaringen.

Andrea Mottlovà gehört zu den vielversprechendsten Nachwuchspianisten Tschechiens. Sie ist Preisträgerin mehrerer Wettbewerbe, unter anderem des nationalen Wettbewerbs für Kammermusik. Andrea Mottlovà studierte am Konservatorium in Prag bei Emil Leichner und Michal Rezek sowie bei Avedis Kouyumdjian in Wien.

(Foto Alban Beikircher: Fotograf Ingo Rack; Foto Andrea Mottlovà: Fotograf unbekannt)

Tickets:
VVK:
20 € | ermäßigt: 10 € inkl. VVK-Gebühr

AK:
22 € | ermäßigt: 12 €

Vorverkaufsstelle:
Bürgerbüro
Rathaus Bad Saulgau
Oberamteistraße 11
88348 Bad Saulgau

Tel. 07581 2070
Online unter: www.bad-saulgau.de

 

Kibardin-Quartett

Tango Total

Michael Kibardin – Violine
Alexander Pankow – Bajan
Jens-Uwe Popp – Gitarre
Guido Jäger – Kontrabass


Inklusive Fingerfood!

 

„Die Vier Musiker verbinden tiefe Leidenschaft mit sprühender Lebensfreude, melodischer Elegnz, rhythmischer Straffheit und jeder Mende Virtuosität.!
Ensemble – Magazin für Kammermusik, Ausgabe 1/2014

Im Kibardin-Quartett trifft südamerikanisches Temperament auf die russische Seele. Die Vier hervorragenden Musiker machen eine ganz andere Seite von Russland hörbar und tauchen in die Tango-Welt des Bajanvirtuosen und Komponisten Efim Jourist ein. Dieser schuf verblüffende, ausdrucksstarke Werke, getragen von schwelgerisch-melancholischen Melodien. Er Bereicherte den Tango mit Gypsy-Jazz, Klassik und einer ganzen Bandbreite weiterer tänzerischer Einflüsse.

Das Geheimnis des Kibardin-Quartetts liegt in der perfekt auf die Besetzung zugeschnitten ausdrucksstarken und effektvollen Arrangements von Klassischer und traditioneller russischer Musik sowie von Astor Piazzolla Werken. Diese präsentieren die vier Musiker mit virtuoser Spielfreude, ausbalanciertem Ensembleklang und interpretatorischer Souveränität. In Russland trifft der „Tango Argentino“ Anfang des 20. Jahrhunderts auf die russischen Chansons, die von Sehnsucht und Melancholie getragen sind. Die neu entstandenen Tangos klingen versonnener und weniger akzentuiert al das argentinische Pendant und sind zum Teil mit einer Portion tiefgründigem Humor über das russische Leben gewürzt.

Ob im Konzert- oder Theatersaal, das Kibardin-Quartett ist gern gesehener Gast bei renommierten Festivals, u.a. beim Schleswig-Holstein Musik Festival, beim Oberstdorfer Musiksommer oder dem bedeutenden Deutschen Akkordeonfestival in Bruchsal. Das Publikum in Italien, Finnland, Österreich und Deutschland ist hingerissen von fer außergewöhnlichen Mischung aus elektrisierenden Rhythmen nd musikalischer Poesie.

In Meßkirch findet unser Konzert unter freiem Himmel im schönen Schlosshof des Schloss Meßkirch statt. Bei Regen haben wir die Möglichkeit die Tangoklänge im Schlosssaal zu genießen. Im Preis enthalten ist leckeres Finderfood.

Tickets:
VVK: 24,- EUR | AK: 26,- EUR (Alle Preise inklusive Fingerfood)

Schüler ab 15 Jahren/Studenten 14 EUR
Kinder bis 14 Jahren 8 EUR

Vorverkaufsstelle:
Tourist-Information Meßkirch
Hauptstraße 25-27
88605 Meßkirch

Tel. 07575 206-46